Dichtheitsprüfung überzogen und unsinnig
„Die gesetzlich verankerte landesweite Verpflichtung zur Dichtheitsprüfung ist völlig überzogen und muss in dieser Form gestoppt werden.“ Wolfgang Ransmann, Ratsmitglied der Metelener SPD berichtete seiner Fraktion in aller Deutlichkeit von seinem Besuch einer Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen den Zwang zur Dichtheitsprüfung in Ochtrup. Die Kosten, die von Fachvertretern offiziell mit 500 € beziffert werden, seien völlig untertrieben. Eine Sanierung koste schnell 300 € pro Leitungsmeter, bei längeren Rohren seien Beträge von 10.000 € keine Seltenheit. Zudem drohten gerade bei der Prüfung, die von allen Hauseigentümern durchzuführen ist, durch den Einsatz von Hochdruckspülungen erhebliche Schäden an den Abwasserrohren. Dabei, so die Erkenntnis von Wolfgang Ransmann, gebe es bisher keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis für die Belastung von Trinkwasser durch undichte Abwasserkanäle von Privathäusern. Unverständlich sei auch, warum Niedersachsen von einer landesweiten verpflichtenden Dichtheitsprüfung absehe, in NRW aber diese Zwangsverpflichtung beibehalten werden soll.
Die Metelener SPD stimmte daher mit Wolfgang Ransmann überein, dass nun die im Gesetz vorgesehene Möglichkeit der Aussetzung der Überprüfungsverpflichtung bis 2023 durch die Metelener Politik beschlossen werden muss. Andreas Sievert richtete den Blick auf die Landespolitik: „Darüber hinaus müssen wir die Landtagsabgeordneten vom Unsinn dieser Regelung überzeugen. Bisher unterstützen sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktion im Landtag den Zwang zur Dichtheitsprüfung.“ Die Metelener SPD will zudem in der nächsten Ratssitzung die Verwaltung um Stellungnahme zu dem Gesetz bitten. Wolfgang Ransmann wies darauf, dass am Dienstag, den 05. Juli um 20 Uhr im Gasthaus Kock eine weitere Informationsveranstaltung der Nordwalder Bürgerinitiative stattfindet.


