Für Metelen im Kreistag: Dr. Jürgen Schmitter
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Horstmar und Metelen,
seit 31 Jahren wohne ich auf der Neustraße 19 in Metelen. Zuvor habe ich fünf Jahre auf dem Koppelfeld in Horstmar gewohnt. Bis Mitte letzten Jahres war ich Lehrer am Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld. Zehn Jahre lang bis 2004 habe ich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) als Landesvorsitzender hauptberuflich geleitet.
Meine bisherige politische Arbeit konzentriert sich landesweit auf den Bereich Bildung, insbesondere die berufliche Bildung. In der Region engagiere ich mich für Schulentwicklung, Kultur und Regionalgeschichte. Als Vorsitzender des Initiativkreises für Kinder und Jugendliche in Metelen e.V. arbeite ich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule und der Spielgruppen für Kinder unter drei Jahren.
Als Mitinitiator des regionalen Geschichtsarbeitskreises „Scopingau“ will ich dazu beitragen, die Erinnerung an die weit über tausendjährige Geschichte unserer Region, der „Westfalen“, ihrer Städte und Wigbolds, ihrer Klöster und Schlösser lebendig zu erhalten.
Wichtig ist mir, über den Tellerrand der eigenen Kommunen hinauszublicken und hinauszudenken und Ihre Interessen als Horstmarer und Metelener Bürgerinnen und Bürger in einem weiträumigen Flächenkreis wahrzunehmen. Daher kandidiere ich für den Kreistag in Ihrem Wahlbezirk Horstmar/Metelen und wünsche mir Ihre Stimme.
Ihr Jürgen Schmitter
Meine Ziele
- Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule zu einem flächendeckenden und verbindlichen Angebot;
- Sicherung der frühkindlichen Bildung, Förderung und Betreuung im gesamten Kreisgebiet;
- Erhalt weiterführender Schulen der Klassen 5 bis 10, die alle Abschlüsse vergeben, gerade auch in kleineren Kommunen. Dies kann meiner Überzeugung nach nur gelingen, wenn möglichst viele Eltern dafür gewonnen werden, ihre Kinder vor Ort auf eine weiterführende, qualitativ gute Gemeinschaftsschule zu schicken, die niemanden ausschließt und alle fördert. Für dieses Ziel will ich mich auch in Zukunft überparteilich einsetzen.
- Unterstützung einer kritischen Aufarbeitung unserer Regionalgeschichte, z.B. von der Christianisierung der Sachsen über die
bewegte Geschichte der Frauenklöster, gerade in der Zeit der Reformation und Täuferbewegung, bis hin zur Säkularisierung und zur demokratischen Entwicklung in der Moderne. - Als Fachmann für Berufliche Bildung mit landes- und bundesweiter Erfahrung werde ich mich für ausreichend quantitative wie qualitative Ausbildungsplätze und die weitere Qualitätsentwicklung der Berufskollegs im Kreis einsetzen.
Mein Profil, meine Aktivitäten:
- 66 Jahre alt,
- seit 1971 mit Brigitte Schmitter-Wallenhorst verheiratet,
- zwei erwachsene Kinder: David und Sara,
- bis 2008 Berufsschullehrer in Coesfeld,
- 10 Jahre lang Gewerkschaftsvorsitzender (GEW),
- seit über 40 Jahren SPD-Mitglied,
- SPD-Vorsitzender in Metelen,
- Vorsitzender des Initiativkreises für Kinder und Jugendliche in Metelen e.V.,
- Mitinitiator des regionalgeschichtlichen Arbeitskreises „Scopingau“,
- förderndes Mitglied von „Amnesty International“,
- aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen“,
- ehrenamtliche Beratung zweier Berufskollegs als Seniorexperte,
- zahlreiche Veröffentlichungen zu den Bereichen Schulentwicklung und Bildungsreform.
In der Bildungspolitik dicke Bretter gemeinsam durchbohren! – Ziele und Pläne für die Arbeit im Steinfurter Kreistag 2009-2014
Blockaden aufheben und Mentalitäten gemeinsam verändern, darin sieht Jürgen Schmitter aus Metelen eine notwendige Voraussetzung, um vor Ort und im Kreis erfolgreiche Schulpolitik zu betreiben. Dr. Schmitter war über 20 Jahre lang Berufsschullehrer in Coesfeld und 10 Jahre Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Deutschen Gewerkschaftsbund in NRW. Jetzt – als Rentner mit 66 Jahren – wurde Schmitter, der Theologie, Philosophie und Soziologie studiert hat und in seinen letzten vier Berufsjahren ein Projekt zum selbst regulierten Lernen in der Berufsbildung wissenschaftlich koordiniert hat, im Wahlbezirk Horstmar/Metelen auf der Liste der SPD, deren Mitglied er über 40 Jahre ist, in den Kreistag gewählt.
Schon 2004 hatte er in seinem Buch „Modernisierung der Bildung“ einen langfristigen und dauerhaften Perspektivenwechsel unseres Schulsystems gefordert. Ziel sind für ihn Schulen, in denen wirksam gefördert werden kann: „wirksam fördern heißt, alle Kinder und Jugendlichen nach der jeweiligen Notwendigkeit unterstützen, ohne Leistungsanforderungen abzusenken“. Schulreform im Interesse gleicher Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen verlangt überparteiliches, gemeinsames Planen und Handeln von Eltern, Lehrkräften und politisch Verantwortlichen.
Für seine zukünftige Arbeit im Kreistag Steinfurt hat er – ausgehend von seiner Erfahrung und seinem Wissen – konkrete Vorschläge:
- In allen 24 Gemeinden und Städten unseres Kreises muss zumindest eine weiterführende Schule (bis Klasse 10) erhalten und entwickelt werden.
- Die Sicherung und Erweiterung des gemeinsamen Unterrichtes von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen in allen Schulstufen und Schulformen (Stichwort: Inklusion).
- In den nächsten zehn Jahren werden alle Schulen und Kollegs (gebundene) Ganztagsschulen mit einer Mensa und ausreichenden Räumen für das Selbstlernen. Sog. „Hausaufgaben“ sind dann überflüssig.
- Die sechs Berufskollegs (davon zwei in Trägerschaft der Stadt Rheine) müssen kooperieren, um allen Jugendlichen – gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben – eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen.
- Um das gesamte Bildungsangebot im Kreis Steinfurt für Schüler und Eltern, aber auch für Lehrkräfte selbst transparent zu machen, muss ein jährlicher „Kreisausbildungs- und Studienführer“ geschaffen werden, an dem ich gerne mitarbeiten will.
- Damit alle Jugendlichen im Kreis die Bildungsangebote nutzen können, schlage ich ein kreisweites und preisgünstiges – und als Ziel: kostenfreies Ticket für alle Schüler und Auszubildenden vor.
30. August 2009


